Der Dolmetscher

16,00

254 Seiten.

Der Dolmetscher führt den Leser in die mysteriöse, von Chaos, Liebe und Tod gezeichnete Welt von Buenos Aires im Jahre 1870. Die Französin Aude d’Alençon trifft auf Einladung eines alten und reichen ehemaligen Richters in der argentinischen Hauptstadt ein.

Néstor Ponce
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aus dem argentinischen Spanisch von Tobias Wildner

Der Dolmetscher führt den Leser in die mysteriöse, von Chaos, Liebe und Tod gezeichnete Welt von Buenos Aires im Jahre 1870. Die Französin Aude d’Alençon trifft auf Einladung eines alten und reichen ehemaligen Richters in der argentinischen Hauptstadt ein. Um die langen Gespräche zwischen dem Alten und der faszinierenden Frau zu ermöglichen, sind die Dienste eines Dolmetschers vonnöten, der selbst Argentinier und Sohn französischer Eltern ist. Die Begegnungen dieser Personen und die daraus erwachsende Faszination vermengen sich alsbald mit Eifersucht und dem Wahn einer Stadt, die von Gelbfieber und Ohnmacht heimgesucht wird. Der Dolmetscher ist dabei Zeuge und furchtsamer Übermittler eines Aufeinandertreffens von Schicksalen, die scheinbar unabwendbar ihrem Ende entgegen schreiten. Einwanderer, Machthaber der Generation von 1880, Prostituierte, schwarze Diener und sonderbare Friseure lassen einen Abschnitt der Geschichte wieder aufleben, der in einzigartiger Weise an die Verwandlungen Argentiniens zu jener Jahrhundertwende erinnert.

Der Dolmetscher wurde von der argentinischen Stiftung TyPA als einer der besten 45 Romane der letzten Jahre ausgewählt, um in weitere Sprachen übersetzt zu werden.

“Hervorragender Roman eines hervorragenden Erzählers.“ (La Prensa, Buenos Aires)

“Auch wenn man am Ende den Ort eines Albtraums verlässt, ist es, als würde man in eine verzauberte Welt eintreten, schlägt man dieses Buch auf.“ (Cristina Siscar)

Néstor Ponce, geboren 1955 in Argentinien, ist Autor von fünf Romanen, einem Erzählband sowie einem Gedichtband. Er hat außerdem vier Essaybände veröffentlicht und war vielfach als Herausgeber tätig. Der Dolmetscher (1998), zugleich sein erster Roman, erhielt den Literaturpreis des Fondo Nacional de las Artes de Argentina. Sein Werk La bestia de las diagonales (1999) kam in die Endauswahl des vielbeachteten „Premio Planeta Argentina“.

Seit einigen Jahren lebt und schreibt Néstor Ponce in Frankreich, wo er unter anderem an der Universität Rennes lateinamerikanische Literatur und Kultur lehrt.