Leidis. Ij jabe Junga.

13,00

Ein argentinischer Roman in Berlin.

160 Seiten.

Als der argentinische Rechtsanwalt Leopoldo Mazzini in Berlin endlich Arbeit fand, war es vielleicht schon für alles zu spät.

José Luis Pizzi
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Als der argentinische Rechtsanwalt Leopoldo Mazzini in Berlin endlich Arbeit fand, war es vielleicht schon für alles zu spät.

“Es ist ein satirischer Blick auf Berlin und zugleich auf den Erzähler. Von Berlin sehen wir vor allem die kriminelle Halbwelt um den Stuttgarter Platz, in die der Erzähler Leopoldo gerät. Leo, der kaum Deutsch spricht, hat einen unersättlichen Hunger nach Frauen (Leidis – ij jabe Junga). Und dieser Hunger wird ihm zum Verhängnis.

Der ständige Wechsel zwischen Leos satirischen Beobachtungen und seiner eigenen Naivität spielt sich hauptsächlich in den rasanten Dialogen ab, die die eigentliche Stärke des Romans ausmachen. Der ständige Wechsel zwischen Gossensprache und Anwaltsspanisch ist gewollt: Leo bildet sich ein, er sei “Boogie el Aceitoso”. Sex und Gewalt verwickeln sich ineinander auf immer groteskere Weise, der Roman wird zu einem spannenden Comic mit schwarzem Humor. Bei aller Satire ist der Roman auch eine argentinische Liebeserklärung an die Lady aller Ladies: Berlin – arm aber sexy.” (Prof. Dr. Wolfgang Karrer)

Der Autor
José Luis Pizzi wurde 1959 in Ingeniero Huergo, Argentinien, geboren. Er spiegelt die Erinnerung eines Rechtsanwalts, der zum Schriftsteller geworden ist und umgekehrt.

Als Advokat und einer der Urheber der wichtigsten Reformen in der Gesetzgebung gegen die Diskriminierung von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität hat er für die Gleichstellung der Rechte sexueller Minderheiten in Argentinien Grundsätzliches geleistet. Er war Koordinator der Organisation „Gays por los Derechos Civiles“, die 1997 in die CHA – Argentinische homosexuelle Gemeinschaft – integriert wurde. Er strengte erfolgreich den ersten Prozess gegen ein staatliches Unternehmen (ELMA) wegen der Entlassung eines HIV-positiven Arbeiters an. Seine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Antidiskriminierungsgesetz gegen den früheren Erzbischoff von Buenos Aires, Kardinal Quarracino, sorgte in der argentinischen Öffentlichkeit ebenfalls für eine große Resonanz.

Als Autor erinnert er sich an sein Buenos Aires und schafft es in zwei bereits veröffentlichten Romanen neu: Son todos canas, son todos putos (Sind alle Bullen, sind alle Schwuchteln) und Menopausia, una vida sin reglas (Menopause, ein Leben ohne Regeln). Er praktiziert nach wie vor als Rechtsanwalt und arbeitet und lebt seit 2008 in Berlin, der Stadt, in der die vorliegende Geschichte spielt.